Bergrettung Leutasch
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Einsatzjahr 2014
Jahresrückblick der Bergrettung Leutasch

 Das Jahr 2014 war ein relativ ruhiges Einsatzjahr, was die Anzahl der Einsätze betrifft, jedoch waren einige Einsäte bei schwierigen Bedingungen durchzuführen.  16 in Not geratene Personen konnten von unserer Ortsstelle geborgen werden. Leider war auch in diesem Jahr wieder eine Todbergung zu beklagen.
 
Im August wurde die Bergrettung zu einem Einsatz am Musterstein gerufen. Dabei konnte ein Kletterer, der in der Wand biwakiert hatte, auf Grund der starken Schneefälle in der Nacht (20 cm Neuschnee) nicht mehr weiter. Auf Grund des starken Nebels konnte vorerst eine Bergung mittels Hubschrauber nicht durgeführt werden. Während eine Seilbergung vorbereitet wurde, hat sich der Nebel kurz gelichtet und die Person konnte aus der Wand mittels Bergetau vom Hubschrauber geborgen werden.
Am 2. November um 18:20 Uhr erreichte und folgende Einsatzmeldung:
Einsatztext: Personenbergung / verstiegene Person / mitten im Schnee / hat Angst zu erfrieren / am Abstieg von der Meilerhütte im felsigen Gebiet
Die junge Frau stieg von Garmisch zum  Schachenhaus auf. Dort wurde sie gewarnt weiterzugehen, da in Richtung Meilerhütte großen Neuschneemengen sind. Sie stieg trotzdem zur Meilerhütte auf wollte durch das Bergleintal absteigen. Auf einer Seehöhe von 2050 m konnte sie im hüfthohen Schnee nicht mehr weiter und blieb bei einem Felsen sitzen wo sie den Notruf absetzte. Eine achtköpfige Bergemannschaft stieg über das Bergleintal zu ihr auf. Oberhalb der ‚Buchstauden‘ wurde der Aufstieg sehr beschwerlich, da auch wir im hüfthohen Schnee aufsteigen mussten. Dabei war schnell klar, dass bei diesen Verhältnissen ein Abstieg mit einer erschöpften Person nicht möglich ist. Wir forderten über die PI-Seefeld den Hubschrauber aus Landshut an. Dieser verfügt über Nachtsichtgerät und eine Bergewinde. Da es nicht klar war ob der Hubschrauber wegen des Nebels starten konnte, stiegen wir weiter auf. Gegen 20:30 Uhr bekamen wir das OK. Infolge wurde die FF-Oberleutasch zum Ausleuchten des Landeplatzes alarmiert. Ein Bergretter und die Person wurden mittels Seilwinde vom Hubschrauber geborgen und ins Tal geflogen. Gegen 22:30 Uhr war die gesamte Mannschaft wieder im Tal.
 
Unsere Aufgaben umfassen aber auch Rettungsdienste bei diversen Veranstaltungen wie Ganghoferlauf, Zugspitz Ultratrail, Ganghofertrail und beim Karwendelmarsch unterstützen wir die Ortsstelle Scharnitz. Dabei wurden in Summe rund 490 Stunden aufgewendet.



Große Liftbergeübung am Kreithlift
Die Ortsstelle Leutasch hat derzeit einen Mitgliederstand von 40 Personen, davon sind fünf Anwärter. Bei der Jahreshauptversammlung konnten wir verdiente Mitglieder ehren und zwei Bergretter zur abgeschlossenen Ausbildung gratulieren. 40 Jahre ÖBRD Seppi Neuner, 25 Jahre ÖBRD Jochen Neuner, 25 Jahre ÖBRD Peter Erhart (nicht anwesend), Bergretter Gerald Bierlein, Patrick Hubmann.
 
Damit wir für die verschiedensten Einsätze gerüstet sind, wurden heuer neben theoretischen und praktischen Schulungen auch diverse Einsatzszenarien geprobt. Die Sommerübung 2014 des NAH Christophorus 1 fand in Leutasch am Kreithlift statt. Gemeinsam mit den KameradenInnen der Bergrettung Leutasch sowie dem Liftpersonal des Kreithlift Leutasch wurde die Bergung von Personen am Sessellift geübt.

 
Einsatzjahr 2013
Bergrettung Leutasch 2013
 
Für die Ortsstelle Leutasch war das Jahr 2013 ein sehr einsatzintensives Jahr. Bei den 37 Einsätzen (1109 Einsatzstunden) wurden 41 Personen geborgen. Allein zwischen dem 20. Dezember 2012 und 14. März 2013 wurden 21 Einsätze abgewickelt. Die Ortsstelle Leutasch wurde zu einem Lawineneinsatz der Ortsstelle Scharnitz und einem Sucheinsatz der Ortsstellen Seefeld und Telfs angefordert. Fünf Personen konnten leider nur mehr tot geborgen werden. Im Juli mussten wir leider zu einem Einsatz ausrücken, um eine tödlich abgestürzte Person zu bergen. Wie sich bald herausstellte, war diese Person ein Mitglied bzw. ein guter Kamerad unserer Ortsstelle.
 
Downhiller auf Abwegen
Am 1. August wurden wir um ca. 22 Uhr alarmiert, dass am Ahrnkopf vier Personen nicht mehr weiter kommen. Nach der Bergung schilderten sie uns wie es zu dieser Notlage kam. Sie starteten in Leutasch/Ahrn um ca. 11 Uhr, fuhren mit den Mountainbikes auf den Hohen Sattel (1500 Meter), trugen die Räder auf den Weißlehnkopf (2001 Meter) und wollten über den Ahrnkopf und Zwirchkopf wieder nach Leutasch/Ahrn fahren. Ein Fahren war jedoch nicht möglich und so trugen und schoben sie ihre Räder durchs Gelände, bis sie bei einem stark abschüssigen Schrofengelände ankamen. Dort hinterließen sie die Räder und wollten zu Fuß absteigen. Aufgrund der hereinbrechenden Dunkelheit war ein Weiterkommen nicht mehr möglich und sie setzten einen Notruf ab. Sie wurden dann unverletzt von der Einsatzmannschaft ins Tal gebracht.
 
Viele Sportveranstaltungen
Neben den Einsätzen ist der Rettungsdienst bei diversen Sportveranstaltungen (Ganghoferlauf, Zugspitz-Ultratrail, Ganghofertrail,  Karwendelmarsch) mittlerweile zu einem nicht unerheblichen Aufwand (520 Einsatzstunden) geworden. Bei einigen Veranstaltungen ist es unentbehrlich, Nachbarortsstellen zur Unterstützung anzufordern. Dazu zählt der Zugspitz-Ultratrail, den wir auf einer Länge von ca. 40 Kilometern vom Steinernen Hüttl bis zur Geisterklamm betreuen. An den Winterwochenenden wird zusätzlich noch der Rettungsdienst (1300 Bereitschaftsstunden) verrichtet, um bei den Loipenunfällen rasch reagieren zu können. Das hat sich in diesem Winter wieder besonders bewährt.
 
Schluchtenbergung geübt
Die Ortsstelle Leutasch hat derzeit einen Mitgliederstand von 41 Personen, davon sind vier Anwärter. Damit wir für die verschiedensten Einsätze gerüstet sind, wurden heuer neben theoretischen und praktischen Schulungen auch diverse Einsatzszenarien geprobt:
 
  • Lawinenübung
  • Liftbergeübung – Dank an den Liftbetreiber des Kreithlifts
  • Bergung aus einer Schlucht: Dabei wurde die Seilbahn vom Kalvarienberg über den Fahrweg Gaistal gespannt und einige Bergungen durchgeführt.
  • Bergung an der Scharnitzspitzsüdwand.
 
Copyright by Bergrettung Leutasch. Alle Rechte vorbehalten. Titelfotos von Matthias Burtscher